upcoming The Tidal Sleep & Kadavar/Aqua Nebula records

The Tidal Sleep – four song col.12″

Preorder ab 03.09! Die traurige Woge, die Tidal Sleep hier erneut über dem Hörer zusammenschwappen lassen, dürfte bei vielen Hörern und vor allem Fans der ersten Platte genau diesen einen Nerv treffen. Wuchtig und verzweifelt, mit hoffnungsvollen Momenten kontrastiert, paddelt die Band im Auge der Windhose gegen den Sog an. Der Gitarrist mit den fünf Füßen hat seine Effektgeräte im Griff, vor allem Delay und Loopstation, eine Wissenschaft für sich. Harmonisch wunderschön und beeindruckend hat das mit Hardcore oder Screamo recht wenig zu tun, nur die meist geschrieen Texte des Sängers lassen einen zunächst die Band in die Schublade schieben. „Maritimer Postrock“ trifft es da vielleicht eher: wie dieser schwimmende, manchmal fast orchestrale Gitarrensound Wellenbewegungen imitiert und darstellt ist wirklich erstaunlich, wie eine Weite sich vor dem geistigen Auge auftut und wie organisch das klingt, also nicht affektiert oder unnatürlich. Und manchmal zieht einen ein Mühlstein am Hals in dieser Weite nach unten. Übrigens auch eine sehr gute und agile Live-Band, die ihren Sound umzusetzen weiß.

Kadavar / Aqua Nebula Oscillator -the white ring 2xLP

Preorder ab 08.09.! Auf der gemeinsamen Tour im Frühjahr dieses Jahres kam beiden Bands der Gedanke, dass es eine schöne Sache wäre, zusammen eine Platte aufzunehmen. Gesagt, getan: die französische Entourage packte neben Wein und Baguette ihr Equipment zusammen und reisten für zwei Wochen nach Berlin, um im Kadavar eigenen Tonstudio das Projekt aufzunehmen. Das Ergebnis ist eine psychodelische Reise in die Untiefen vernebelter Hirne. Zu hören gibt es neben zwei gegenseitigen Neuinterpretationen (Kadavar covern ihren Lieblings ANO-Song und umgekehrt) eine ausufernde gemeinsame Jam-Session (geteilt in zwei songs), plus jeweils zwei neue Kadavar- bzw. zwei neue ANO-Songs.
Hierbei verlassen Beide die bisher von ihnen gewohnten musikalischen  Pfade und nutzen gekonnt die “gegenseitige Inspiration” um sich neu zu erfinden und links und rechts der 70er Vorbilder Hawkwind, Black Sabbath, Witchfinder General oder Led Zeppelin-Eindrücke und Einflüsse zu sammeln. Es wird im Kraut- und Psychodelic-Rock  gewildert.
Aqua Nebula zeigen hierbei eine ganz neue Seite. Anders als auf der kürzlich erschienenen CD (Tee Pee), hört man nun Pink Floyd (Sabbat) und diverse andere Einflüsse, die Songs sind an sich Riff-orientierter. Die beiden je eine Seite der 2xLP einnehmenden Jams sind das Herzstück der Platte. Um Tiger (Kadavar Schlagzeuger und Produzent) zu zitieren: „Ein Hirnfick im Stile Ash Ra Tempels“