Karies Press

pic. Christian Kock – diegoldenehor.de

Das zweite Album der Stuttgarter Post-Punk Band Karies erscheint am 04.11. auf This Charming Man Records. In UK wird das Album via Harbinger Sound veröffentlicht.

Nach Erscheinen der selbstbetitelten EP zu Beginn des Jahres legen die vier Jungs aus dem Die Nerven Umfeld nun ein düster-noisiges Album nach. Aufgenommen, gemischt und gemastert von Ralv Milberg und Max Rieger. Die Aufnahmen liefen Anfang des Jahres 2016 in den Milberg Studios in Stuttgart. Die Songs wurden noch zusammen mit Kevin Kuhn von Die Nerven  erarbeitet und aufgenommen. Die neue Besetzung vonKaries: Benjamin Schröter, Max Nosek, Jan Rumpela, Philipp Knoth. Zuletzt veröffentlichtenKaries das großartige Video zu “Keine Zeit für Zärtlichkeit”.

Das Intro von „Es ist ein Fest“ gaukelt trügerische Ruhe vor: die Gitarre setzt dann dissonant und zerrend ein, wie man Karies gewohnt ist. Es groovt auf eine störrische Art und Weise vor sich hin, wie man es aus frühem Noise Rock US-amerikanischer Prägung kennt oder aus den deutschen Post-Punk-Pionier-Kreisen, aus Berlin oder Hamburg 1980. Die Nervosität und Spannung befindet sich direkt unter der Oberfläche und die Band scheint beinahe zu platzen. Ich finde es immer noch irre, wie stoisch die nach vorne walzen, mit einem weiten Sound, der ganz abseits von „heavy“ funktioniert, aber trotzdem schwer und dicht klingt. Der Gesang ist noch minimaler als zuvor, aber auch melodischer in seinen Fragmenten. Ich suche nach einer Schublade und komme an bei Cold Wave, Post Punk, Old School New Wave. Nebelschwaden steigen auf und eiskalter Tau tropft das Fenster runter – innen. Man kann sich Karies vorstellen als den gemeinsamen Cousin von Die Nerven und Human Abfall, man kann aber auch eine Menge anderer Einflüsse ausmachen, No Wave von Sonic Youth und den Swans in ihren Frühphasen, oder auch die frühen Abwärts. Dieser repetetive, stumpfe Beat, ein Basslauf, der sich einfach nicht mehr ändern will, ein schrammeliger Gitarrenlärm, der spröde und schön zugleich ist, wie eiskalte Kolossale Jugend etwa. Ich finde das spannend, wie sich ein paar Leute so eine eigene Welt zusammenspielen können. Muss man halt gehört haben. Höhepunkte sind für mich „Ostalb“, „Jugend“, „Überlegen“, der Titelsong “Es geht sich aus” und natürlich„Keine Zeit für Zärtlichkeit“. Aber man sollte die Platte am Stück hören, sonst verpasst man was.
Die Tour wird präsentiert von Intro, Byte FM, Ox Fanzine & Livegigs.de und ask helmut
16.03 2017    SO36, Berlin, w/ Turbostaat
22.03.2017    München – Unter Deck
23.03.2017    Nürnberg – Zentralcafé
24.03.2017    Wiesbaden – Kreativfabrik
25.03.2017    Würzburg – Cairo
27.03.2017    Leipzig – Bermudadreieck Plagwitz
28.03.2017    Dresden – OstPol
29.03.2017    Berlin – West Germany
30.03.2017    Hamburg – Hafenklang
31.03.2017    Köln – Privat

“Das nächste Sensationsalbum aus dem sich langsam, aber sicher zum deutschen Seattle der frühen 90er-Jahre mausernden Stuttgart: weltschmerzender Postpunk.” – Musikexpress

Karies nehmen auseinander, was nach trauter Einheit strebt, und erzeugen auf diesem Wege immer wieder bezaubernde Dissonanzen. (…) Karies finden Schönheit und Wahrheit nicht in melancholischer Heimeligkeit, sondern in der Kraft der Negation.” – Spiegel Online

“Karies sind die Schrotthalden-Kraftwerk dieser ganzen jungen, schlauen, verärgerten Menschen und ihrer oftmals tollen Bands. Sie triggern einen genervten Nerv, sie sind der Soundtrack gegen populäre Populismen, man würde am liebsten mit „Keine Zeit für Zärtlichkeit“ im Ohr und vielen Freunden durch die Straßen ziehen und Kuschel-Jagd auf all die Schwachmaten, Verpester, Hetzer und Krakeeler machen, die derzeit soviel Scheiße verbreiten und Karies mit Sicherheit nicht mögen.” – Spex

“catchy Melodien im düster-nervösen Post-Punk-Sound.” intro.de

“Schon der Opener weiß: “Es ist ein Fest”. plattentests.de

“Schmerz kann sich auch gut anfühlen” prettyinnoise.de

Band:
Benjamin Schröter: Gitarre/Gesang
Jan Rumpela: Gitarre
Philipp Knoth: Schlagzeug
Max Nosek: Bass/Gesang

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Video zu “Keine Zeit Für Zärtlichkeit”

 

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