Patsy O’Hara / Centuries split 7″ ready to next week!

the 7″es will be at the wareehouse next week and i start shipping the preorders asap! Four great tunes in the veign of From Ashes Rise, Lewd Acts, Nails or other excellent dark atmospheric hardcore. There is the first great review online on Stageload! read it here…

Längst ist This Charming Man Records ein Label, welches für eine unglaublich gute musikalische Qualität und vor allem auch Bandbreite steht: The Tidal Sleep, Messer, Noem, Dramamine. Hier geben sich ein paar der qualitativ in ihren Genres wohl momentan besten deutschen Bands die Klinke in die Hand. Mit der Split von Patsy O‘Hara und Centuries liefert das Münsteraner Label jetzt einen weiteren Garanten für Qualität in Sachen Hardcore ab.

Centuries sind in Europa ein unbeschriebenes Blatt. Vor der Split habe ich nie etwas von der Band aus Florida gehört, geschweige denn gelesen. Warum?! Das, was hier innerhalb der drei Songs geboten wird ist rauer, düsterer Hardcore in seiner reinsten, und womöglich auch besten Form. Schon der verzerrte, gradlinige und zugleich treibende Bass, gepaart mit den melodischen Riffs zu Anfang des Openers „Dredge“ zeugen von Qualität. Setzt dann erst das Schlagzeug und der Gesang ein fühlt man sich sogleich mitgerissen. Nicht, dass ich jetzt übertreiben würde, aber das ist wirklich erste Sahne, auch wenn es natürlich musikalisch kein Kunststück ist, so etwas auf die Beine zu stellen. Aber wie so oft liegt hier in der Einfachheit der Zauber. Hardcore war eben schon immer auch Punk. Die düstere Grundstimmung schlägt sich bei Centuries auch in den Lyrics nieder: „I can feel the change in the earth , the wolves sing as sheep tonight. I rest my head on hollow ground and i’ll dig to block out of the sky.“ Auch „Broken Hymn“ und „Dusk“ stehen dem Opener in nichts nach und präsentieren sich rau sowie gehaltvoll.

Zu Patsy O‘Hara braucht man wohl kaum mehr große Worte verlieren. Die Bielefelder, die jetzt zum Teil Wahlhamburger sind, haben sich mit ihrem Debütalbum „Deathinteresse“ und der im Winter über die Bühne gegangenen Tour mit Alpinist längst einen Namen erarbeitet und sind im deutschen Düster-Hardcore verankert wie die Gewürzgurken mit dem Spreewald (oder so ähnlich). Knappe fünf Minuten misst „Release Of Dogmas“, das erste aufgenommene Lebenszeichen der Band seit ihrem Debüt, welches schon zwei Jahre auf dem Buckel hat, und ist gewohnt dreckig gehalten. Der Song hätte gut auch auf „Deathinteresse“ seinen Platz finden können, haben Patsy O‘Hara doch einen sehr eigen Stil und vor allem Sound. „Release The Dogmas“ wirkt aber dennoch frisch dadurch, dass der Song einen ticken rockiger und auch trockener gehalten ist als die älteren Stücke der Band. Dieser Fakt tut der Qualität aber natürlich keinen Abbruch; Weiterentwicklung oder vielmehr eine neue Note in der Musik sind immer gern gesehen. Lyrisch geht es auch gewohnt O‘Hara-like kritisch zur Sache: „Anti, anti-anti, just because you say so? Damned bitter! I can’t be bothered.“ Wer das alte Material der Jungs schon mochte, und ich vermute einfach mal das sind so einige, der wird auch hier durchweg seinen gefallen finden.

Das Gesamtpaket dieser Split ist wirklich von vorne bis hinten überzeugend, da gibt es eigentlich kaum etwas zu makeln. Patsy O‘Hara sollten dringend ein neues Album vorlegen und Centuries stehen ja auch schon in den Startlöchern für ihre erste Eurotour im Herbst. Mehr bleibt eigentlich nicht zu sagen. Kauft die Platte, lohnt sich.

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